persönliche Haftung bei der Ausübung von Sportarten


Dass Sport im angemessenen Rahmen zur Erhaltung der Gesundheit und Prävention beitragen kann, weiß jeder sportlich aktive Mensch und bekommt diese Erkenntnis durch einen gesunden Körper und ein gutes Wohlempfinden durch Ausschüttung genügender Glückshormone bestätigt. Doch wie sieht es mit der Haftung bei Nutzung fremder Sportgeräte aus?

Der Schutz der privaten Haftpflichtversicherung sollte mit den richtig ausgewählten Vertragsoptionen möglichst weltweit gelten und idealerweise alle wichtigen Bereiche abdecken, mit welchen jeder Mensch individuell in Kontakt kommt. Allerdings gibt es gerade bei der Nutzung von Sportgeräten einige Ausnahmen, denn gemietete Räder sind beispielsweise oft nicht im Versicherungsschutz enthalten. Für im Ausland gemietete Fahrräder besteht ebenso wie in Deutschland nur Versicherungsschutz, wenn es explizit in der Haftpflichtpolice steht.

Sportgeräte sollten bei Nutzung mitversichert sein

Bei der Nutzung von Sportgeräten zeigen sich zum Teil große Unterschiede was die Leistung bei Beschädigung betrifft. Einige Versicherungsanbieter schließen zum Beispiel Unfälle beim Wintersport von Anfang an generell aus. Wer gerne Snowboard fährt und das Pech hat, mit einem unerfahrenen Snowboard Fahrer zusammenzustoßen, bleibt auf dem durch den Zusammenprall entstandenen Schaden erstmal sitzen. Selbst wenn die Haftung geklärt ist, die gegnerische Partei aber keinen passenden Versicherungsschutz hat, besteht zwar ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für die beschädigten Sportgeräte, aber einem nackten Mann kann man nunmal nicht in die Tasche greifen. Also selbst wenn der Unfall nicht durch einen selbst sondern unverschuldet also mit Verschulden durch Andere zustande gekommen ist, bleibt man am Ende neben einem möglichen Personenschaden auch noch auf dem finanziellen Schaden sitzen.

Zurzeit ist die private Haftpflicht immer noch freiwillig und nicht gesetzlich geregelt, sodass die Opfer lange um die Regulierung des entstandenen Schadens kämpfen müssen. Sobald die Ansprüche durchgesetzt werden, bedeutet es für die Verursacher des Wintersportunfalls, eine Existenzgefährdung, wenn keine passende Haftpflichtversicherung vorliegt.

ergänzende Deckungsausfallversicherung kann die Existenz sichern

Daher sollte jede Privathaftpflicht bei Ausübung von Sportarten mit Nutzung fremder Sportgeräte, sei es im Winterurlaub, im Fitnessbereich, im Turnverein oder sonstigen Trainingsgeräten über einen ausreichenden Versicherungsumfang sowie ein Deckungsausfallklausel verfügen, bei der, im Falle dass die gegnerische Partei über keine Haftpflicht verfügt, die eigene Versicherung möglicherweise auch lebenslang Kosten für Invalidität übernehmen kann.

Diese Kostenübernahme gilt dann auch unabhängig von der Verursachung des Personenschadens. Wird man im Gegensatz zur privaten Unfallversicherung beispielsweise auch außerhalb der sportlichen Betätigung durch Dritte schwer körperlich geschädigt, greift die Deckungsausfallversicherung auch hier.

Für den Sport, der privat und nicht kommerziell ausgeübt wird, ist die Haftpflichtversicherung mit Erweiterung für den privaten Sportbereich auch die notwendige Absicherung, falls der Versicherungsnehmer bei anderen Sportlern einen Schaden verursacht. Hiervon sind also nicht nur Sportgeräte im Sinne der Sachschäden betroffen, sondern auch Personenschäden mit inbegriffen.

Gemietete Surfbrettern sind im Gegensatz zu gemieteten Rädern paradoxerweise bei einigen Versicherungen mitversichert. Surfbretter für den Eigenbedarf und motorisierten Wasserfahrzeuge sind nur durch eine eigene Surfbrett- oder Wassersporthaftpflichtversicherung und eine separate Unfallversicherung für den Schadensfall abgesichert.

spezielle Versicherungen für Extremsportarten

Für Extremsportarten gibt es spezielle Versicherungen, die durch eine gewöhnliche Haftpflichtversicherung für Privatleute nicht abgedeckt wird. Nur durch einen intensiven Vergleich der persönlichen Anforderungen an die Versicherungsart und das aktuelle Angebot der Versicherer kann das optimale Versicherungsergebnis erreicht werden. Da mit extremen Sportarten meist ein erhöhtes, persönliches Verletzungsrisiko einhergeht, sind diese meist vom Versicherungsschutz ausgenommen, hier sollte im Vorfeld der Leistungskatalog genauestens geprüft werden um ein finanzielles Desaster im Nachhinein zu vermeiden.

Werden die unter einer Extremsportart zusammengefassten Aktivitäten in einem Verein oder Ähnlichen Vereinigungen ausgeführt, besteht oft die Möglichkeit einzelne Personen über die Gemeinschaftsversicherung abzusichern. Turnvereine, welche zwar nicht direkt zum Extremsport aber wohl zum Leistungssport gehören, haben die Möglichkeit individuelle Versicherungen für ihre Mitglieder abzuschließen. Besteht diese Möglichkeit nicht, sollte bei der Haftpflichtversicherung zumindest ein entsprechender Risikoeinschluss angefragt werden, sofern dieser nicht schon im Leistungskatalog aufgeführt ist.

    Die Zusatzversicherung für den privaten Sport und die Vorteile

  • Privatleute, die sportlich aktiv sind, habe je nach Art des Sports ein erhöhtes Risiko, anderen Schaden zuzufügen. Die Zusatzversicherung als Ergänzung der Haftpflichtversicherung schließt die Versicherungslücke.
  • Auch bei Nutzung fremder Sportgeräte kann je nach Sportart das eine oder mehrere teure Sportgeräte gegen Beschädigung versichert werden
  • Es wird manchmal übersehen, dass dieser Bereich bei der Basisversicherung gar nicht versichert ist, vermeidbare Kosten im Zuge der Schadensregulierung können jedoch werden vermieden, wenn die passende Option rechtzeitig abgeschlossen wird.