finanzielle Absicherung beim Mieten oder Leihen


Sich unter Freunden oder guten Bekannten etwas leihen oder verleihen ist völlig normal und wird bei einem guten Verhältnis auch oft gemacht. Wenn der gute Freund nicht aushelfen kann, besteht natürlich auch die Möglichkeit etwas kurz- oder auch langfristig zu mieten statt auszuleihen. Doch was ist wenn der geliehene oder gemietete Gegenstand gestohlen wird, verloren geht oder Beschädigungen erleidet?

Miet- und Leihgegenstände sind nicht immer mitversichert

In Standardtarifen der privaten Haftpflichtversicherung sind geliehene oder gemietete Gegenstände oft nicht mitversichert. In diesem Fall ist unter dem Passus „Geliehene oder gemietete Sachen“ eine Ergänzung in der Haftpflichtpolice besser gesagt der Einschluss von Miet- oder Leihsachen erforderlich, damit in solchen Fällen der Versicherungsschutz besteht. Im Falle eines Versicherungsfalles, der an gemieteten oder geliehenen Gegenständen entsteht, bleiben die Türen der Versicherungsanbieter sonst im wahrsten Sinne des Wortes verschlossen.

Wer sich ein Werkzeug, Multimediageräte oder Ähnliches leiht oder mietet, weil es das neueste Modell im Haus sein soll oder einfach das richtige Arbeitsgerät notwendig ist und dann das Gerät einen Schaden erleidet, haftet hierfür, weil die Verantwortung für das Haushaltgerät oder das Werkzeug auf den mietenden oder leihenden Nutzer übergegangen ist. Dabei ist es schnell passiert: Durch einen Bekannten wird das gemietete Gerät beim Vorbeigehen durch eine Unachtsamkeit umgestoßen oder demoliert und im nächsten Moment entsteht ein hoher Schaden. Wenn die Haftpflichtpolice die entsprechende nicht Option enthält, wird von der privaten Haftpflicht des Betroffenen keine Versicherungsleistung gezahlt.

Wer zahlt den Schaden bei Verschulden unbekannter Dritter?

Der Betroffene muss den Schaden privat ersetzen und die Kosten alleine tragen, sofern im Tarif kein Mietsache oder Leihgegenstände eingeschlossen sind. Kaffee auf dem geliehenen Notebook ist ebenso kostenintensiv wie das gemietete Präzisionsgeräte, das in dem Kleingartenhaus von Gästen ausversehen umgestoßen worden ist. Besonders dann ist die Frage "Wer zahlt anschließend den entstandenen Schaden" interessant, wenn Unbekannte Dritte diesen verursacht haben – denn: der Mieter oder Leihende steht vorrangig in der Haftung.

Die Zeitschrift Finanztest hat festgestellt, dass nicht jede Haftpflichtversicherung solche Versicherungsfälle übernimmt und somit also nicht automatisch die Versicherungsgesellschaft zuständig ist. Ein Blick in den aktuellen Vertrag bringt Klarheit und den tatsächlichen Versicherungsumfang der Privathaftpflicht ans Tageslicht und zeigt, ob der Vertrag kurzfristig aktualisiert oder ergänzt werden muss. Je früher die Überprüfung sattfindet, desto eher kann der
Versicherungsschutz verbessert werden. Wer hier trödelt und erst im Winterurlaub die Überprüfung vornehmen möchte, verschwendet wertvolle Zeit und hat das Risiko, bei Schäden an gemieteten oder geliehenen Gegenständen gar nicht richtig abgesichert zu sein. Gerade Familienpolicen sollten mit Leistungserweiterungen für geliehene und gemietete Sachen aufgewertet werden, weil das Budget der Familie sonst unnötig belastet wird.

Die Vorteile einer Versicherungserweiterung für geliehene oder gemietete Sachen

Leihen statt kaufen wird bei technischen Geräten immer beliebter, da bei Bedarf auf das allerneueste Modell schnell gewechselt werden kann. Die Zusatzversicherung bietet im Bereich der privaten Haftpflicht den passenden
Versicherungsschutz wenn der Miet- oder Leihgegenstand beschädigt wird oder verloren geht. Auch Freundschaften können gerade wenn es ums Geld und den Umgang mit dem wertvollen Gut des Anderen geht schnell zerbrechen, wenn die Frage des fehlenden Versicherungsschutzes bei Schäden an geliehene oder gemietete Sachen zu einer Nichtübernahme der Kosten durch eine Versicherung führt. Eine Erweiterung des Versicherungsschutzes bringt mehr finanzielle Sicherheit im Schadensfall und entlastet bei Verlust nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Nerven.