Beweglichkeit & Gymnastik

Wer kennt das Problem nicht: Morgens beim Aufstehen oder nach einem Arbeitstag im Bürostuhl wirken alle Glieder steif, die Beweglichkeit ist geringer oder bei Menschen die grunds√§tzlich oft Rückenprobleme haben, kaum noch gegeben. Durch das erholsame aber auch lange Ruhen in der regenerativen Schlafphase fährt der Körper richtig schön runter, entspannt bei entsprechend fester Unterlage alle Muskeln und verringert die Durchblutung. Gar nicht so einfach am nächsten Morgen dann möglichst schnell wieder in Gymnastik-Form zu kommen und fit in den Alltag zu steigen. Gerade bei sehr weichen Schlafgelegenheit kommt oft noch eine gewisse Verspannung hinzu, da die Muskeln des Menschen sich nur dann voll entspannen können, wenn der Körper einen festen - ja idealerweise sogar harten - Widerstand hat. Aber wer will in unserer Gesellschaft schon gerne auf dem Boden schlafen? Also muss eine Alternative her, ein Ausgleich für unsere zwar meist sehr komfortablen, aber oft viel zu weichen Schlafgemächer.

Das Ziel ist die Erhaltung und Förderung der eigenen Beweglichkeit.

Gymnastik ist eine, seit unzähligen Jahren bekannte, Form der Bewegung, die für fast jeden Menschen realisierbar ist. Natürlich kennt der ein oder Andere noch Gymnastikübungen von Muttern oder Großmütterchen in der Hausfrauengruppe des örtlichen Turnvereins. Es gibt jedoch gerade in der heutigen Zeit, in der immer mehr Trendsportarten Einzug gehalten haben, zahlreiche, unterschiedliche Formen von Gymnastik, die den Körper mehr oder weniger beanspruchen und ein vielseitiges und vor allem elastisches Trainieren gewährleisten. Eins haben sie jedoch alle gemeinsam: Die Beweglichkeit des Körpers soll erhalten, gesteigert oder überhaupt erst einmal wieder hergestellt werden. Das beste Beispiel sind hierbei Kinder: Der Spagat muss zwar erst mal ein bißchen und natürlich vorsichtig geübt werden, doch dann klappt es auch. Können Sie sich vorstellen, auch mit über 60 Jahren noch für eine solche Herausforderung bereit zu sein? Nein? Warum nicht! Beweglichkeit ist keine Sache des Alters, sondern der Fitness und Dehnung des Körpers.

Förderung der Beweglichkeit

Gymnastische Übungen sind längst nicht nur ein sportliches Hobby, sondern auch eine Form der Medizin. So werden bei Bandscheibenvorfällen und anderen Rückenleiden physiotherapeutische Ansätze sogar der Operation vorgezogen. Bei dieser Rückengymnastik wird die Beweglichkeit, die nach einem langen Rückenleiden oft eingeschränkt ist, Schritt für Schritt wiederhergestellt. Selbst Senioren profitieren von diesen Behandlungsansätzen denn gymnastische Übungen lassen sich individuell auf die Fähigkeiten des Praktizierenden zuschneiden. Erfahrene Physiotherapeuten wissen genau, mit welchen Übungen sie einen Menschen mobilisieren können. Auch nach langen Liegezeiten im Krankenhaus, im Rahmen von Rehaaufenthalten oder bei Unfällen mit eingeschränkter Beweglichkeit kommt Gymnastik zum Einsatz.

Nicht zu vergessen ist der Einsatz gymnastischer Übungen bei der Körperformung. Wer abnimmt wird sich irgendwann mit dem Thema Sport auseinandersetzen müssen. Die größten Problemzonen: Bauch-Beine-Po! Wer einmal durch die Reihen der DVD-Angebote in einem Mediamarkt wandert wird schnell merken, dass es hier jede Menge Gymnastikanleitungen in Form von DVDs gibt. Ein Großteil von ihnen tragen Titel in denen BBP (Bauch-Beine-Po) zu lesen ist. Diese besondere Gymnastikart wird sehr gern zur Definition des Körpers eingesetzt und soll gezielt Problemzonen behandeln.

Auch nach Geburten oder bei Funktionsstörungen der Blase ist Gymnastik nicht selten das Mittel der Wahl zur Behandlung einer aufgetretenen Beckenbodenschwäche. Krankenhäuser bietet präventiv nach der Geburt Beckenbodengymnastik an, um eventuelle Geburtsfolgen zu vermeiden. Gymnastische Übungen sind also weit mehr als nur sportliche Hampelei, wenn es auch auf den ersten Blick so aussehen mag.

Beliebt ist die Förderung der Beweglichkeit mittels Gymnastiktraining vor allem deshalb, weil es für jeden Menschen möglich ist. Selbst wenn die Gehfähigkeit eingeschränkt ist und Bewegung in Form von Spaziergängen und co. nicht mehr möglich ist, können Wassergymnastik oder Hockergymnastik noch zum Erhalt der eigenen Bewegungsfähigkeit eingesetzt werden. Es gibt sehr viele Fitness- und Gesundheitsstudios, die für jede Personengruppe die passenden Gymnastikkurse anbieten. Neben dem geselligen Zusammensein ist vor allem der körperliche Effekt dieser Kurse hoch und selbst hochbetagte Menschen können hiervon noch profitieren.

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