Schneeräum- und Streupflicht in der Winterzeit

Keine Ausnahme für Berufstätige

Alle Jahre wieder beginnt es im Winter zu schneien und während sich die Kids und auch viele Erwachsen in Ihrer Freizeit über die Schneeberge freuen, weil sie Schlitten fahren oder einfach die weiße Winterpracht genießen können, wird gerade der erste Schnee vor der Haustür besonders für berufstätige Menschen schnell zum unangenehmen Zeitfaktor. Der Weg zur Arbeit ist oft minitiös geplant, Schnee räumen ist hier meist nicht eingeplant, besonders, wenn der erste Schnee fällt kommen viele Arbeitnehmer schnell morgens ins trudeln. Damit schnell entstehbare finanzielle Folgen Dritter abgefangen werden können, kann in der privaten Haftpflichtversicherung ein Einschluss mit Leistung bei fehlender Räum- und Streupflicht eingeschlossen werden. Hierbei übernimmt die Privathaftpflicht je nach Art der Ausgestaltung des Einschlusses die finanzielle Kosten für Personen- und sogar Sachschäden.

Im Rahmen der Räum- und Streupflicht versteht der Gesetzgeber zum Beispiel, dass Gefahren auf dem Bürgersteig beseitigt und abgewehrt werden, die zu Schadensersatzansprüchen führen können. Fußgänger, die auf Schnee nicht laufen können und aufgrund nicht durchgeführter Räumung oder Streuung ausrutschen und sich verletzen, werden für den Verantwortlichen schnell zur Kostenfalle. Wenn der liegengebliebene Schnee als Ursachen für den Sturz gewählt wird, kann es zu hohen Schadensersatzansprüchen kommen. Berufstätigkeit wird als Grund für das Fehlen der Räum- und Streupflicht nicht anerkannt, jeder Mieter muss, wenn diese Pflichten durch den Vermieter auf ihn übertragen wurden, abwechselnd für freie Gehwege sorgen. §§ 823 ff. BGB sieht vor, dass Dritte vor Schäden bewahrt werden müssen. Ob Berufstätige hierdurch zu spät zu ihrer Arbeit kommen, ist hierbei gesetzlich betrachtet irrelevant, da laut den Gesetzgebenden und auch urteilenden immer davon ausgegangen werden muss, dass es im Winter schneien oder gefrieren kann und entsprechende Handlungen der Verantwortlichen eingeplant werden müssen.

Mieter müssen sich selbst vor Ansprüchen Dritter schützen

Sobald der Schnee also fällt und Sie keine Zeit zum Schnee räumen haben, kann es passieren, dass Dritte auf dem Schnee vor der Haustür ausrutschen. Für diese Personen- oder sogar Sachschäden müssen Sie aufkommen, wenn der Schnee auf dem Bürgersteig tatsächlich die Sturzursache war und keine anderen Stolpergründe zum Sturz geführt haben. Eigentlich ist die örtliche Gemeinde für die Räum- und Streupflicht zuständig, es ist aber eine Satzung entwickelt worden, die diese Aufgabe an die Vermieter weitergibt. Per Mietvertrag wird dann geregelt, ob ein Räumdienst die Aufgabe übernimmt oder ob jeder einzelne Mieter für die Verkehrssicherheit vor der eigenen Haustür zuständig gemacht wird., Die Wege zur Mülltonne oder zum Briefkasten müssen so begehbar sein, dass keine Unfälle aufgrund des Schnees oder sogar auf nassem Laub möglich sind. Wenn der Vermieter keinen Räumdienst beauftragt hat, dann ist die private Haftpflichtversicherung mit der passenden Erweiterung die optimale Absicherung vor möglichen Schäden. Schadenersatzforderungen werden direkt an die betroffenen Mieter gerichtet, die Privathaftpflichtversicherung des zuständigen Mieters springt dann für die Kosten ein, wenn die Forderung berechtigt.

    Die Vorteile der Zusatzversicherung für die Einhaltung der Verkehrssicherheit
  • Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass Passanten auf dem Bürgersteig stürzen. Das Risiko, in diesem Fall hohe finanzielle Folgekosten zu tragen, wird durch die Zusatzversicherung für die Einhaltung der Verkehrssicherheit auf den Gehwegen reduziert.
  • Mieter können laut ihrem Mietvertrag zur Schneeräumung und Streupflicht aufgefordert sein, wer dieser Auflage nicht nachkommt oder nachkommen kann, sollte ausreichend gegenüber Schadensansprüchen Dritter versichert sein, da Personenschäden besonders bei älteren Menschen auch schnell Invalidität und somit auch langjährige Schädigungen mit sich bringen können.
  • Auch Sachschäden können über den Zusatz für die Winterzeit versichert sein, Versicherer bieten hier oft Versicherungssummen mit einer dem Durchschnitt entsprechenden Gefahrensumme an.