Festgeld

Verfügbarkeit, Rendite, Vor- und Nachteile von Geldkonten

Der grundlegende Unterschied zwischen der Tages- oder Festgeldanlage liegt ganz klar in der eingeschränkten Verfügbarkeit. Festgeld wird für eine vertraglich festgelegte Zeit angelegt, je nach Vertragslaufzeit sind die Zinsen höher oder niedriger, das heißt: je länger die Laufzeit desto höher ist grundsätzlich die Verzinsung. Bei Festgeldverträgen gibt es dabei zwei Möglichkeiten: die der automatischen Vertragsverlängerung oder einen fixen, nicht veränderbaren Vertragsschluss.

Bei der ersten Vertragsart wird die Geldsumme als Festgeldkonto nach Ablauf der Vertrags Laufzeit automatisch verlängert. Eine Kündigung ist nur innerhalb einer vereinbarten kurzen Frist möglich. Erfolgt keine Kündigung, wird das Vermögen einschließlich der aufgelaufenen Zinsen neu angelegt. Der Zinssatz wird je nach Marktlage dann neu berechnet. Bei einer solchen Vertragsart für Festgeldsummen sollte kurz vor Ablauf genau geprüft werden, wo eventuell höhere Zinsen gezahlt werden, um möglicherweise den Anbieter zu wechseln.

Bei einem festgelegten Vertragsende ist die Neuanlage nicht so kurzfristig zu entscheiden. Das beste Angebot für Festgeldanlagen kann dann in Ruhe gesucht werden. Grundsätzlich gilt, sich über die Laufzeit von Festgeld klar zu werden. Gute Planung bedeutet, zum richtigen Zeitpunkt die optimale Summe zur Hand zu haben. Plant man beispielsweise eine Weltreise oder möchte man dem Junior zum 18. Geburtstag ein Auto schenken, lässt sich die Laufzeit von Festgeld genau errechnen. In solchen Fällen ist die Anlage von Festgeld klar dem Tagesgeldkonto vorzuziehen. Schwierig wird es, wenn die Anlagesumme früher gebraucht wird. Die Kündigung eines Kontos mit Festgeld ist ausgesprochen schwierig.

Grundsätzlich ist eine verfrühte Auszahlung von den Banken ausgeschlossen worden, so dass selbst in Notlagen dann nur an die Kulanz des Anbieters vom Festgeld Konto appelliert werden kann. Mit einem Verlust ist dann jedoch auf jeden Fall zu rechnen, daher sollten die längerfristige Anlage nicht aus notwendigen liquiden Mitteln erfolgen und langfristig planbar sein. Negativzinsen oder reduzierte Zinsen auf das Festgeld sind sonst nämlich die Regel und absehbar.

Eine andere Möglichkeit ist, wie weiter oben schon erwähnt, alternativ zur verlustreichen Geldentnahme einen Kredit aufzunehmen, der der Festgeld Summe entspricht. Allgemein verbindlich kann hier natürlich keine Aussage getroffen werden, da von Fall zu Fall entschieden werden sollte, welche Lösung günstiger ist. Gerade wenn man sein Kapital zu höheren Zinsen angelegt hat, sollte auch der Zinsenzinseffekt bedacht werden und die Tatsache, dass bei einer neuen Geldanlage ein niedrigerer Zins zugrunde liegen würde. Andererseits ist eine Kreditentscheidung natürlich ebenso abzuwägen.

Ein Tagesgeld Konto ist grundsätzlich genauso sicher wie ein Festgeldkonto, auch hier gilt das Einlagensicherungsgesetz. Bis zu 30% des Eigenkapitals der Bank sind somit pro Kunde versichert. Die meisten Banken bieten aber einen noch höheren Einlagenschutz an, deshalb sollten auch zu diesem Punkt genauere Informationen eingeholt werden. Dann ist man auch bei größeren Summen auf der sicheren Seite und muss sich nicht stets Sorgen um die Sicherheit seiner Kapitalanlage machen.

Die richtige Strategie

Auch wenn die grundsätzliche Entscheidung für ein Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto gefallen ist, sind die Vorteile verschiedener Anbieter noch zu vergleichen. Konditionen und Zinssätze variieren teilweise verstärkt, manchmal werden höhere Zinssätze nur für relativ geringe Summen beim Tagesgeldkonto und der Festgeldanlage gezahlt und bei größeren Anlagebeträgen nicht vom ersten Euro ab. Daher sollte ganz genau geschaut werden, wann welche Zinshöhen angesetzt werden.

Gerade bei geringen und niedrigen Zinssätzen ist es wichtig, genau hinzuschauen. Bei kleinen Tagesgeld Summen lohnt es sich auch nach speziellen Prämien für Neukunden zu schauen. Damit lässt sich auch bei Mini Zinsen eine weitere Rendite erwirtschaften. Festgeldkonten und Tagesgeldkonten sind auch eine Alternative zu spekulativen Geldanlagen wie Aktien oder Fonds. Bei der entsprechenden Anlagestrategie kann man auch in Niedrigzins Zeiten das Beste aus einem kleinen Vermögen machen. Bei einem kurzfristigen Anlagehorizont kann man flexibel auf Zinsschwankungen zu reagieren.

Alternative Geldanlagen mit guter Flexibilität

Eine gute Alternative zu den oben genannten Konten ist aufgrund der teils sehr guter Verzinsung und der erweiterten Einsatzmöglichkeit auch das Bausparen über einen oder sogar geteilte, mehrere Bausparverträge welche so individuell zuteilungsreif werden können. Neben einer attraktiven Guthabenverzinsung ist mit dem Bausparen ein oft sehr attraktives Darlehen verbunden welches für die Einrichtung der ersten eigenen vier Wände, eine Moderninisierung, Sanierung oder sogar als Baufinanzierung dienen kann. Selbst wenn das angesparte Kapital vorzeitig entnommen wird, ist das Kapital bis dahin gut verzinst worden.

Einzig zu beachten und bei vorzeitiger Aufkündigung in jedem Fall zu berücksichtigen ist hier die einmalige Gebühr, welche oft mit Abschluss des Bausparvertrages anfällt. Wer jedoch zusätzlich noch Vermögenswirksame Leistungen bezieht, bei denen der Arbeitgeber einen ordentlichen Teil zur Ansparung beiträgt, ist aufgrund der je nach Gesellschaft Top Gebühren mit einem Bausparvertrag alternativ zu einem Festgeldkonto oder je nach gewünschter oder noch offener Laufzeit sogar zu einem Tagesgeldkonto optimal beraten.

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