Haushalt & Geräte

Haushaltsgeräte sind in jedem Haushalt vorhanden, doch nicht immer hat der Verbraucher unbedingt die letztendlich beste Wahl getroffen. So manche Waschmaschine hat zwar schon ihre zehn Jahre auf dem Buckel und durchgehalten und wäscht noch immer zuverlässig. Zum Glück auf der einen Seite, Pech jedoch für die Energieabrechnung, denn die kann durch die alten Geräten sehr schnell nach oben steigen. Oft ist es dauerhaft tatsächlich günstiger, wenn Altgeräte gewechselt werden, doch auch hier lohnt sich natürlich ein Preis- und Leistungsvergleich.

Haushaltsgeräte in der Küche - wo sitzen die Kostenfallen?

Waschmaschine, Herd, Spülmaschine und Kondenstrockner - in so mancher Küche sieht es aus wie in einem kleinen Elektrofachmarkt. Für jeden Zweck das passende Gerät, der Komfort steigt immens. Doch mit dem Komfort steigt auch die Stromrechnung, denn viele Geräte verbrauchen viel Strom und kosten somit jährlich viel Geld. Hinzu kommt, dass sie oftmals nicht optimal oder uneffizient genutzt werden.

Ein gutes Beispiel sind Wasch- und Spülmaschine. Werden diese nur mäßig beladen und betrieben, entstehen volle Kosten, bei geringem Nutzen. Selbst die 1/2-Wäschetaste moderner Waschmaschinen sind nicht besonders hilfreich, der Strom- und Wasserverbrauch ist dennoch höher, als bei einer voll beladenen Maschine. Das gleiche gilt für Spülmaschine und Wäschetrockner, auch diese Geräte werden mit einer kompletten Füllung am effizientesten genutzt.

Eine weitere Rolle spielt der Aufstellort, hier steht besonders der Kühlschrank im Fokus. Die festgelegte Innentemperatur wird vom Kühlschrank konstant gehalten. Steht dieser nun neben einer direkten Wärmequelle, wie beispielsweise dem Herd oder der Heizung, ist ein deutlich höherer Energiebedarf und Aufwand notwendig, um innerhalb des Kühlgerätes die Temperatur zu halten. Haushaltsgeräte sollten daher immer so aufgestellt werden, dass sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Beim Kühlschrank kommt erschwerend hinzu, dass dieser mit der Zeit vereist - selbst mit hochmodernen Geräten kann das passieren. Der Energiebedarf steigt dadurch enorm an, der Nutzen sinkt zugleich. Regelmäßiges Abtauen kann helfen, die Stromkosten nachhaltig zu senken, gute Geräte bieten hier heute viele Features wie beispielsweise eine Abtaufunktion an. Wer diese nicht hat, entfrostet am besten an kalten Tagen, da das Kühlgut so einfach draußen während des Abtauvorganges gelagert und später wieder eingesetzt werden kann.

Nach amerikanischem Vorbild finden sich in zahlreichen Küchen überdimensionale Kühlschränke. Platz ist hier für eine halbe Fußballmannschaft. Doch ein solch großes Gerät sieht zwar optisch oft ansprechend aus, verbraucht aber eine große Menge Energie. Die Effizienz eines kleinen Gerätes ist deutlich höher, denn hier wird auf kompaktem Raum gelagert und gekühlt. Viele Familien nutzen nur einen Bruchteil ihres Kühlraums wirklich aus, der Energiebedarf ist aber trotzdem vorhanden. Daher sollte der Kühlschrank immer so voll wie möglich sein, damit der Kühleffekt bei gleichbleibenden Stromverbrauch optimal ausgenutzt wird.

Austausch der Haushaltsgeräte - oft macht es Sinn

Die Waschmaschine wurde von der lieben Omi übernommen, den Kühlschrank gab es günstig auf einem Kleinanzeigenportal. Besonders bei der Neueinrichtung einer Wohnung, müssen viele Verbraucher sparen. Auch junge Menschen, die zum ersten Mal eine eigene Wohnung beziehen, sind über günstige oder gar kostenlose Haushaltsgeräte sehr froh. Doch die böse Falle lauert meist dann, wenn zum ersten Mal eine Stromabrechnung erfolgt. Hohe Kosten haben hohe Nachzahlungen zur Folge und erhöhen im nächsten Abrechnungszeitraum zusätzlich den Abschlag.

Es ist daher oft sinnvoll, überaltete Geräte auszutauschen und somit dauerhaft Energie zu sparen. Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine werden in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Je nach Einstufung ist der Energieverbrauch unterschiedlich hoch. Optimale Geräte haben eine Effizienzklasse von A +++, hiermit lässt sich am meisten Strom sparen. Beim geplanten Austausch von Geräten sollten jene, mit der schlechtesten Klasse (D oder E) zuerst ausgetauscht werden. Zwar verbrauchen auch Geräte mit einer Energieeffizienzklasse A+ mehr Strom als solche der Klasse A +++, im Vergleich zu einem D oder E Gerät sind diese aber noch günstig.

Überflüssige Haushaltsgeräte und der Verzicht

Neben den Großgeräten gibt es noch eine Vielzahl weiterer Haushaltsgeräte, die sich in vielen Häusern oder Wohnungen finden lassen. Toaster, Kaffeemaschine, Wasserkocher und Staubsauger sind in nahezu jedem Haushalt vorhanden, doch auch Geräte wie Smoothie-Maker, Eiscrusher und elektronische Saftpresse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So praktisch einige dieser Geräte sind, so hoch ist auch der Stromverbrauch. Viele Tätigkeiten, wie beispielsweise die Herstellung eines frischen Orangensafts, lassen sich manuell erledigen und können beim Energie sparen helfen. Wer für ein Glas Orangensaft jeden Morgen die elektrische Saftpresse betreibt, wird bei der Stromabrechnung sicherlich keine Rückerstattung erhalten. Der Einsatz solcher Geräte ist meist nur für den Komfort hilfreich, wirklich effizient sind diese Produkte aber nicht.

Es darf nicht vergessen werden, dass Geräte wie Saftpresse und elektrische Küchenmaschine nach der Benutzung gereinigt werden müssen. Der Reinigungsprozess ist oft aufwendiger und verbraucht mehr Wasser, als die Säuberung einer Handpresse oder eines Kochlöffels. So steigt der Energieverbrauch doppelt an.

Auf Geräte wie den Staubsauger können die wenigsten Haushalte verzichten, doch auch hier kann das richtige Produkt beim sparen helfen. Auch Staubsauger haben eine Energieeffizienzklasse und zudem variiert der Wattverbrauch. Ein Austausch dieser Alltagsgeräte oder gar der Verzicht auf überflüssige Geräte sorgt dafür, dass die Stromrechnung deutlich gesenkt werden kann. Vor der Benutzung sollte jeder Verbraucher überlegen, ob es keine manuelle Alternative gibt.

Haushaltsgeräte optimal benutzen

Selbst das beste Gerät kann hohe Kosten verursachen, wenn es nicht optimal genutzt wird. Als Beispiel dient ein Herd mit Energieeffizienzklasse A+++. Dieser verursacht deutlich geringere Stromkosten als sogenannte Stromfresser, bietet aber trotzdem weiteres Sparpotential. Energie lässt sich beispielsweise sparen, wenn Wasser und Speisen grundsätzlich in einem verschlossenen Topf erwärmt werden. Töpfe ohne Deckel sorgen dafür, dass der Kochvorgang länger dauert und die Energie unnötig verbraucht wird. Auch die Verwendung der falschen Herdplatte erhöht die Kosten unnötig. Ein kleiner Topf muss nicht auf einer übergroßen Platte erhitzt werden, die passende Platte verbraucht weniger Energie.

Eine Waschmaschine beispielsweise spart eine Menge Energie, wenn sie effizient benutzt wird. Bei einem Füllvolumen von acht Kilogramm ist es sinnvoll, dieses Volumen komplett zu nutzen. Waschgänge für ein oder zwei Kleidungsstücke treiben die Kosten in die Höhe, da nicht nur Energie- sondern auch Wasserverbrauch steigt. Im Sommer ist oft auch der Einsatz eines Kondenstrockners überflüssig, eine Wäscheleine kostet keinerlei Strom und bei warmer Witterung sind Kleidungsstücke innerhalb weniger Stunden getrocknet.

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