… wie das Maiglöckchen gerettet werden kann


Ursprünglich wächst das Maiglöckchen in Laubwäldern. Durch das dichte Blattwerk gut geschützt vor starken Witterungseinflüssen konnte es so in freier Natur gedeihen. Doch es ist vom Aussterben bedroht. Wer es nun im Garten haben möchte, sollte darum einen halbschattigen oder ganzschattigen Standort für das zarte Blümchen suchen. Ebenso sollte der Boden warm, feucht und humusreich sein. Dazu kommt ein saurer pH-Wert von 4,5 bis 6, für ideale Wachstumbedingungen. Zudem sollte der Boden optimalerweise lehmig und sandig sein.

Maiglöckchen pflegen und vermehren

Maiglöckchen haben im Grunde wenig Ansprüche an ihre Umgebung, lediglich benötigen sie gerade als junge Pflanzen viel Wasser. Außerdem sollten verblühte Blütenstände zeitnah entfernt werden, nur die Blätter bleiben stehen. Im Herbst werden diese Gewächse mit Laub oder Kompost gemulcht, ein weiteres Düngen ist somit nicht notwendig. Es kann aber sein, dass sich die Rhizome stark verbreiten. Dann werden sie einfach mit einem Spaten oder einem äquivalenten Gartengerät weggestochen.

Ebenso sind Maiglöckchen für Krankheiten und Schädlinge äußerst anfällig., es ist halt ein zartes Pflänzchen und nicht ohne Grund nur selten zu sehen. Eine Ursache davon ist der Rostpilz Puccinia sessilis var. Zu seiner Bekämpfung werden befallene Pflanzenteile entfernt und sofort vernichtet. Mit vernichtet ist am Besten eine Verbrennung gemeint, die Teile können aber ebenso über den Hausmüll entsorgt werden. Auf den Kompost dürfen die befallenen Blätter auf keinen Fall gelangen, denn da könnte sich der Pilz auf dem nährstoffreichen Boden noch stark weiter verbreiten.

Auch die benutzten Gartengeräte sind gründlich zu säubern, damit sich keine Sporen verbreiten können. Des Weiteren können die Maiglöckchen auch Grauschimmel haben. Auch hier sollten betroffene Pflanzenstellen schnellstmöglichst entfernt und entsorgt werden. Während Grauschimmel überwiegend optisch sehr unschön ist, erkranken die Maiglöckchen aber selten daran. Weitere Schädinge sind gelegentlich Lilienhähnchen-Larven sowie auch ältere Käfer. Diese 6 bis 8 mm großen Insekten sind knallrot und somit gut zu erkennen. Um sie zu bekämpfen, können sie gut abgelesen oder auch mit einem Gartenschlauch weggespült werden. Eine Alternative zum Entfernen ist zudem Kaffeesatz. Wenn also die nächste Ladung aus der Kaffeemaschine anfällt, kann dieser einfach zu Schädlingsbekämpfung für das Maiglöckchen verwendet werden.

Bezüglich der Vermehrung werden Maiglöckchen am besten im Juni/Juli vermehrt. Zu der Zeit wird ein Teil abgestochen, ausgegraben und an einer anderen Pflanzstelle wieder eingepflanzt. Denn mit der Zeit bilden die Pflanzen Rhizome und vermehren sich somit von alleine. Ersatzweise können auch einzelne Wurzelstücke abgeschnitten und 10 cm tief in einen Topf gepflanzt werden. Als Substrat dient normaler Kompost. Aus einem etwa 15 cm großen Wurzelstück können sich bis zu 6 neue Pflanzen entwickeln. Nach der ersten Blüte dürfen sie dann ins Freiland, so dass sich der Gartenliebhaber an der schönen Pflanze (Achtung: giftig für Mensch und Tier – für Tiere und Kinder unzugänglich anpflanzen!) im eigenen Reich erfreuen kann.