Was tun für mehr Regenwürmer im eigenen Garten?


Wer die Anzahl seiner Regenwürmer im heimischen Garten vergrößern möchte, muss nicht tatenlos darauf warten, sondern kann hierfür einiges tun. Zum Beispiel leben die Nützlinge gerne im lockeren und nicht zu sauren Boden. Verdichtete und zu betonierte Flächen gibt es genug, diese gehören jedoch nicht in den Naturgarten. Nützlinge wie der Regenwurm brauchen die chemisch unbehandelte Natur. Besonders wohl für sich der Wurm bei Plusgraden und einer gewissen Feuchtigkeit. Kein Wunder also, dass Regenwürmer meist nach einem ordentlichen Regen vermehrt an der Erdoberfläche zu sehen sind.

Wer bereits über einen eher sauren Boden verfügt, sollte daher für einen höheren Regenwurmbestand den pH-Wert erhöhen und idealerweise den Boden gerade anfangs regelmäßig feucht halten. In der Regel finden sich die Tiere dann selber an den entsprechenden Stellen an. Wer hier nicht warten möchte, kann natürlich auch etwas schummeln: Um den Bestand sofort zu erhöhen, können sie auch anderweitig woanders abgelesen und an den gewünschten Stellen wieder ausgesetzt werden. Man muss hier auch kein schlechtes Gewissen haben, sofern man das Regenwurm umsiedeln natürlich nicht übertreibt. Denn – fühlt sich der Regenwurm an seinem Standort wohl, wird er dort auch schnell wieder vermehrt zu sehen sein.

Was tun, wenn der Nützling zu viel wird?

Regenwürmer hinterlassen ihre Ausscheidungen auf dem Rasen. Gerade einigen Rasenliebhabern vom sogenannten englischen Rasen ist dies nicht immer recht. Vor allem haben sie dann etwas dagegen, wenn es gefühlt zu viele Würmer sind. Dann möchten sie den Regenwurm oft gerne wieder loswerden um das Gesamtbild zu verschönern. Wichtig ist jedoch in erster Linie, dass der Nützling nicht mit chemischen Mitteln bekämpft wird. Dies schadet nicht nur dem einzelnen Wurm sondern auch den vielen anderen Nützlichen sowie weiteren Lebewesen. Allein beim Tod der Regenwürmer fehlt so schnell die gewünschte Auflockerung und somit auch eine gute Durchlüftung des Bodens. Dazu wird der Boden mit Chemie belastet.

Besser ist es, die Kothäufchen trocknen zu lassen und anschließend einfach wegzukehren oder mit einem Laubsauger abzusaugen. Dies geht schnell, einfach und weitestgehend umweltfreundlich von der Hand und so können außerdem Laub und unerwünschter Rasenschnitt gleich mit beseitigt werden. Zudem kann der nachtaktive Regenwurm alternativ auch an Regentagen gut aufgelesen werden. Wer hier nur sein gewünschtes Rasenbild erhalten, aber der Natur trotzdessen auch etwas gutes tun möchte, kann den Regenwurm nach Ablesen an eine Stelle zu bringen, an welcher der Nützling weiterarbeiten kann. Ein guter Ort für den Nützling Regenwurm ist hierbei etwa auch der Komposthaufen, der sich so gut wie in jedem Garten befinden sollte und mit der Unterstützung des Regenwurmes zudem für ein schnelleres kompostieren sorgt.