künstlich angelegter, aber natürlicher Sichtschutz


Viele Gartenbesitzer möchten sich gerne über eine Hecke einen geschützten Raum schaffen. Dabei gibt es viele Heckenarten, oft ist es die schöne, dunkelgrüne Thujahecke oder eine der vielen, anderen immergrünen Sorten. Doch eine Heckenart ist in den letzten Jahr ebenfalls immer beliebter geworden – die Benjeshecke oder auch Totholzhecke genannt. Doch was genau ist eine Totholzhecke?

Die Benjeshecke ist eine Erfindung der Heckenbauer Hermann und Heinrich Benjes. Bei ihr werden Schnittholz, Rasenschnitt, Laub sowie auch andere Naturmaterialien aufeinandergeschichtet und dann ringsherum Heckenpflanzen gesetzt. Innerhalb von 4 bis 5 Jahren entsteht so eine tolle und dichte Naturhecke. Das Totholz wird somit quasi wieder zum Leben erweckt und findet auch eine optisch schöne Wiederverwendung in der Natur.

Aufbau der Benjeshecke

Eine Totholzhecke wird in 4 Stadien zum Leben erweckt:

  1. Erst einmal existiert nur reines Gestrüpp.
  2. Danach erfolgt die Weiterbildung zur Krauthecke.
  3. Nun entsteht das Einzelgehölz.
  4. Und zum Schluss ergibt es die Feldhecke.

Die fertige Benjeshecke wird im Garten als auch in der Landschaftsgestaltung gerne genutzt, da sie zum Einen perfekt als Sichtschutz und als Windbrecher aber auch als Lebensraum für Tiere genutzt werden kann. Häufig siedeln sich in der Hecke Rotkehlchen, der Zaunkönig, die Amsel und viele andere Vögel an. Auch in Bodennähe herrscht das Leben: Igel, Siebenschläfer, Amphibien, Insekten oder Zauneidechsen leben gerne in der geschützten, natürlich angelegten Umgebung und richten dort auch bevorzugt ihr Winterquartier ein.

Zudem bringt die Benjeshecke auch wieder neues Leben hervor. Schließlich werden Keime und Pflanzensamen eingebracht. Diese können auch gezielt dort verteilt werden. Somit blüht die Hecke und sorgt für noch mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten.