Eine Totholzhecke richtig anlegen


Eine Totholzhecke, oder auch Benjeshecke, wie sie nach ihren Erfindern genannt wird, hat viele Vorteile. Sichtschutz, Windschutz und der geschaffene natürliche Raum bieten viel Platz für neues Leben, so dass sich Tiere und neue Pflanzen dort gerne ansiedeln. Damit dies auch so bleibt, sollte keine Gehölze von unliebsamen oder dominanten Pflanzen verwendet werden. Anderweitig könnten diese ausschlagen und sich mit der Zeit zu stark vermehren. So würde die neu angelegte Hecke nur mit der Zeit unschön verwuchern und keinen vielfältigen Anblick mehr bieten. Wer also nicht gerade die Umgebung für ein Dornröschenschloss bauen möchte, sollte hierauf im Vorfeld ein besonderes Augenmerk werfen.

Außerdem sollten solche Hecken nur an Orten angelegt werden, wovon die Gehölze kommen. Ist ein Naturschutzbereich in der Umgebung, kann das Totholz über eingebrachte Organismen zu einer schlechten Fauna und Flora dort führen. Ebenso sollte die Benjeshecke nicht auf einen nährstoffreichen Boden stehen. Anderweitig können sich hier stark wachsende, dominante Stauden ansiedeln. Diese nehmen den anderen Pflanzen das Licht und den Platz zum Wachsen weg. Sollte ein solcher Standortfehler erst im Nachhinein bemerkt werden, sollten schnell wachsende Stauden gekürzt werden.

Anlegen und Pflege der Benjeshecke

Bezüglich des Anlegens an sich bedarf es nicht viel. Erst einmal ist für die Benjeshecke logischerweise das Totholz wichtig. Damit es zu einer Hecke gestapelt werden kann, kommen Holzpfähle, kleine Bäume oder stabil wachsende Sträucher hinzu. Sie kommen oder bleiben in der Erde und stabilisieren das Totholz. Die Länge und Breite richtet sich danach, wie viel Gehölz zur Verfügung steht und wie lang und breit die Benjeshecke werden soll. Wenn die Zwischenräume zwischen den Holzpfählen gefüllt werden, sollten unten vor allem dickere Äste liegen. Kleinere Äste und Zweige kommen oben hin.

Die Pflege ist, sofern die obigen Punkte beachtet worden sind, im Grunde recht leicht zu gestalten. In den ersten Jahren muss eine Benjeshecke erst einmal kaum Pflege bekommen. Nach und nach kann sich das Gehölz absetzen, dann muss es wieder mit neuem Totholz nachgefüllt werden. Erst wenn sich die Hecke mit Leben füllt, geht die eigentliche Pflege los. So gilt es Hochstauden zu schneiden oder zu entfernen. Auch die gewünschten Sträucher sollten ab und zu geschnitten werden. Das war es dann auch schon, mehr ist beim richtigen Aufbau nicht notwendig, so dass diese Heckenart sich, genug Platz und einen ruhigen Standort vorausgesetzt, perfekt in die Natur einpassen und vielen Tieren zugleich einen natürlichen Lebensraum bieten kann. Im Grunde eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier, also: Bitte mehr davon!