Der Unkrautstecher


Viele Menschen sind darauf bedacht, im eigenen Garten Ordnung zu halten. Darum müssen sie unerwünschte Gewächse entfernen. Dies kann sehr mühselig sein. Ein Unkrautstecher kann dabei helfen, Unkraut einfach und bequem zu entfernen und erlaubt bei langstieligen Modellen auch ein rückenschonendes Arbeiten. Denn die unbeliebteste Gartenarbeit ist in der Regel das Rumrutschen auf den Knien – schon gar nicht auf hartem Boden.

Was ist ein Unkrautstecher?

Ein Unkrautstecher ist ein Gartengerät, welches beim Herausziehen von Unkräutern im Beet oder im Rasen hilft. Dabei muss darauf geachtet werden, dass vor allem die Wurzel mit erwischt wird. Kappt man nur den oberen Teil, wachsen hartnäckige Unkräuter schnell wieder nach und der Effekt des Unkraut entfernens ist nur sehr gering.

Natürlich können sich nach dem Herausziehen unschöne Löcher im Rasen befinden. Diese müssen dann jedoch meist nur korrigiert werden, in dem wieder etwas Erde an die Stelle aufgefüllt wird. Wird Unkraut zwischen Terrassenplatten oder Pflastersteinen entfernt, sollten die Fugen mit Quarzsand oder ähnlichem, feinen Material aufgefüllt werden, damit sich hier so schnell kein unerwünschtes Pflänzchen mehr niederlassen kann.

Wird das Unkraut ohne Unkrautstecher, sondern dafür mit einem gewöhnlichen Messer oder mit den Händen entfernt werden, sind die Schäden meist stärker und die Graslöcher deutlich größer und je nach Werkzeug unschöner. Dazu kommt, dass die Wurzeln nicht richtig entfernt werden können, da gerade bei Löwenzahn und Disteln nicht genug Tiefe erreicht werden kann – besonders bei schmalen Fugen oder hartem Boden. Außerdem muss man sich mit einem Unkrautstecher natürlich weniger bücken und bekommt zudem weniger Schmutz an die Hände.

Da die Preise für Unkrautstecher sehr überschaubar und das Gartengerät bei guter Qualität auch sehr langlebig ist, sollte an diesem nützlichem Gartenwerkzeug auf keinen Fall gespart werden. Wer bereits einen Unkrautstecher genutzt hat, weiß ihn bei der regelmäßigen Gartenpflege üblicherweise sehr zu schätzen.

Welche Modelle gibt es?

Bei den Unkrautentfernern gibt es viele verschiedene Modelle und Ausführungen. Die deutlichsten Unterschiede gibt es jedoch meist in ihrer Farbe als auch Größe. Bezüglich der Farben sind sämtliche Varianten möglich: Egal ob orange, rot, grün, gelb, naturbelassen und so weiter – die Farbe kann frei und auf Wunsch passend zu den anderen Gartengeräten gewählt werden.

Größenmäßig ist ein normaler Unkrautstecher regulär ca. 18 bis 40 cm lang. Allerdings gibt es auch Unkrautstecher, welche im Stehen benutzt werden. Solche Modelle können dann auch 120 cm lang sein. Die langen Unkrautentferner eignen sich besonders bei größeren zu reinigenden Flächen. Auf kleineren und stark verwilderten Terrassen und Gehwegen ist der kurze Unkrautentferner für die Hand deutlich handlicher.

Eine Kombination aus beiden Varianten ist oft die ideale Lösung, um stets das passende Gartengerät zur Hand zu haben. Zudem gibt es Exemplare aus verschiedenen Materialien. Damit der Unkrautstecher lange hält und sich nicht bald verbiegt, sollte er und vor allem seine 3 Zinken aus Edelstahl bestehen. Auch Stahl ist möglich. Er ist genauso robust wie Edelstahl, neigt im Gegenzug aber zum Rosten, wodurch Edelstahl Unkrautentferner meist etwas teurer sind – aber halt auch langlebiger.

Die Zinken sind meist 5 bis 10 cm lang und kommen somit schon sehr tief in die Erde.Je länger sie sind, desto größer ist die Chance das Unkraut an der Wurzel zu erwischen, lange Zinken bedeuten jedoch auch wieder mehr Kraftaufwand und sind daher eher für leichteren Boden zu empfehlen. In hartem Lehmboden wird es bei kurzem Stiel und langen Zinken sehr schwer den richtigen Hebel anzusetzen und den Boden durchpflügen zu können.

Die Griffe bestehen oft aus Holz, doch auch hier ist Stahl oder sogar Aluminium bei besonders hochwertigen Modellen möglich. Aluminium ist leicht, rostfrei und sehr formstabil – also optimal für Gartengeräte mit hoher Beanspruchung geeignet. Des Weiteren gibt es auch Unkrautstecher mit Tritt. Diese sind besonders für Menschen geeignet, welche den Rücken schonen möchten oder generell Rückenprobleme haben. Sie treten das Werkzeug zur Unkrautvernichtung dann mit dem Fuß in die Erde und erhöhen somit die Kraft. Danach wird das Unkraut einfach herausgehebelt – leichter ist diese Gartenarbeit kaum möglich.

Stecher gegen chemischen Unkrautvernichter

Unkrautstecher haben im Vergleich zu chemischen Unkrautvernichtern einige Vorteile, aber selbstverständlich auch Nachteile. So passen sich ihre Krallen etwa nicht an enge Zwischenräume an. Damit sind Arbeiten auf gepflasterten Boden oder die Unkrautvernichtung in engen Fugen von Gehwegen mit dem Stecher nur schwer oder teils gar nicht möglich. Außerdem ist die Arbeit mit dem Unkrautzieher zeitintensiv.

Schneller, effizienter und einfacher ist die Handhabung mit chemischen Mitteln. Hier sollte jedoch auch auf die Umwelt geachtet werden. Je effektiver ein chemischer Unkrautvernichter arbeitet, umso schädlicher ist er meist für die Umwelt. Glyphosat & Co sind nicht umsonst auf der Verbotsliste und gehören nicht in die Umwelt. Besonders dann nicht, wenn der Boden als Nährboden in zum Beispiel Form eines Gemüsebeetes genutzt wird. Mal ganz abgesehen davon, dass chemische Dünger laufende Kosten verursachen, während der Unkrautstecher nur einmal angeschafft werden muss.

Es kommt halt wie so oft im Leben immer darauf an, was man vorhat. Der Unkrautvernichter ist rückenschonend und vor allem – umweltschonend. Somit kann er auch auf dem heimischen Gemüsebeet eingesetzt werden und hinterlässt keine schädlichen Rückstände. Geht er einmal nach vielen Jahren kaputt, kann ein neuer Unkrautstecher günstig gekauft oder vorübergehend auch durch natürliche Hausmittel ersetzt werden. Schließlich sind manche Hausmittel genauso gute Vernichter von nicht erwünschten Pflanzen. Dazu sind auch sie im Normalfall umweltverträglicher wie gekaufte chemische Mittel. Alternativen gibt es also genug, so dass die Gartenpflege nicht gleich umweltschädlich oder unnötig mühsam sein muss sondern bei regelmäßiger Pflege auch leicht von der Hand gehen kann. Dem Unkrautstecher sei Dank.